Gospiel:Karlsruher Turnierordnung

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Karlsruher Go-Turnierhandbuch
Karlsruher Go-Turnierhandbuch – http://karlsgo.de/handbuch

Karlsruher Go-Turnierordnung


Karlsruher Go-Turnierordnung

Präambel

Die Karlsruher Go-Turnierordnung gilt für die Turniere in Karlsruhe, die vom Karlsregion Go-Club veranstaltet werden.

Die Ordnung soll den gesunden Menschenverstand nicht ersetzen sondern ein schönes Turnier ermöglichen. Sie klärt Zuständigkeiten, Zweifelsfälle und ist Teil des geplanten Karlsruher Go-Turnierhandbuchs.

Sie wurde 2016 erstmals veröffentlicht.

Allgemeines

Übergeordnetes

(1) Die Karlsruher Go-Turnierordnung ist kompatibel zur Deutschlandpokal-Ordnung des Deutschen Go-Bundes.
(2) Wenn das Turnier Teil des Deutschlandpokals ist und eine Regel in der Pokalordnung dieser Ordnung widerspricht, so gilt die Pokalordnung.
(3) Legt die Pokalordnung mehrere Möglichkeiten vor, so schränkt diese Ordnung das ein. Entsprechende Stellen sind gekennzeichnet.
(4) Ein Turnier nach der Karlsruher Go-Turnierordnung ist ein Turnier der Klasse A (Tournament class A) gemäß den Regeln der Europäischen Go-Föderation. Entsprechende Stellen sind gekennzeichnet.

Veranstaltung

Turnier-Autoritäten

Turnierleiter (TL)
(1) Der Turnierleiter (kurz: Leiter) wird von der veranstaltenden Organisation eingesetzt. Der Leiter hat die Aufsicht über die gesamte Organisation des Turniers, sowohl im Vorfeld als auch während und nach des Turniers.
(2) Der Leiter ist die oberste Autorität während des Turniers. Seine Entscheidungen können erst nach dem Turnier angefochten werden.
(3) Auf Englisch heißt die Position „Tournament Chairperson“ bzw. „Tournament Chair“ (kurz: TC).
Turnierorganisator (TO)
(1) Der Turnierorganisator ist für den Ablauf des Turniersystems verantwortlich. Er kann bei einem kleinen und mittleren Turnier (unter 100 Teilnehmern) gleichzeitig auch der Turnierleiter sein.
(2) Die Aufgaben umfassen
(a) Festlegen der Paarungen, Zeitmessung, Zeitplanung (Make and announce pairings, time controls, and schedule)
(b) Aufrechterhaltung der Ordnung (Maintain order)
(c) Bestimmen der Turniergewinner (Determine tournament winners)
(d) Überwachung der Zeitkontrolle und der Nachspielzeiten (Supervise time controls and overtime)
(e) Im Allgemeinen kümmert er sich um alles, um ein schönes Turnier zu gewährleisten. (Generally carry out any other activities necessary to insure smooth play)
(3) Einzelne Aufgaben oder Teilaufgaben können delegiert werden.
(4) Nach dem Turnier ist der Turnierorganisator (TO) dafür verantwortlich, die Ergebnisse des Turniers zu melden.
(5) Auf Englisch heißt die Position „Tournament Director“ (kurz: TD).
Turnier-Assistenten (TA)
(1) Der Turnierleiter (TL) kann Turnier-Assistenten (TA) zur Unterstützung des Turnierorganisator (TO) für bestimmte Aufgaben benennen, sie haben dann für ihren Bereich die Rechte und Pflichten des Turnierorganisator (TO).
(2) Auf Englisch heißt die Position Assistant Tournament Director (kurz: ATD)
Go-Schiedsrichter (SR)
(1) Der Turnierleiter benennt vor Beginn des Wettkampfs turniererfahrene Dan-Spieler oder zertifizierte Go-Schiedsrichter als Go-Schiedsrichter (SR).
(2) Idealerweise wird pro Turnierraum mindestens ein Schiedsrichter nominiert.
(3) Spieler können gegen einen Go-Schiedsrichter (SR) ein begründetes Veto einlegen, über das noch vor Beginn der 1. Runde durch den Turnierleiter (TL) entschieden wird. Das Veto wird in den Turnierbericht eingefügt.

Turnierausschreibungen

(1) Der Turnierleiter (TL) legt in der Ausschreibung die Einzelheiten der Turnierdurchführung fest, soweit die Turnierordnung keine Regelung enthält.
(2) In der Ausschreibung werden die Termine festgelegt, bis zu welchen
(a) sich die Teilnehmer anzumelden haben,
(b) das in der Ausschreibung festgelegte Startgeld zu entrichten ist und in welcher Form dies zu geschehen hat,
(c) in welcher Form und in welchem Umfang Turnierergebnisse veröffentlicht, ausgewertet und anderen Verbänden mitgeteilt werden.
(3) Zugleich legt die Ausschreibung Form und Umfang der Meldungen fest.
(4) Mit der Erklärung der Bereitschaft zur Teilnahme an einem Turnier erkennt der Teilnehmer die Regelungen dieser Turnierordnung und der Turnierausschreibung als verbindlich an.

Veranstaltungsort

(1) Der Veranstaltungsort gliedert sich in
(a) Empfangsbereich
(b) Turnierräume
(c) Aufenthaltsräume
(d) Veranstaltungsbüro
(2) Die Räume müssen nicht zwingend physikalisch getrennte Räume sein.
(3) Im Empfangsbereich befindet sich die Anmeldung und hier können die Spieler sich jederzeit über den Stand des Turniers informieren und ihre Spielberichte abgeben.
(4) Die Turnierräume ist der Bereich, in dem die Turnierspiele stattfinden, hier gelten besondere Anforderungen insbesondere bezüglich
(a) Ruhe
(b) ausreichend hellem Licht,
(c) ordentlichen Tischen und Stühlen
(d) gutem Spielmaterial.
(5) Aufenthaltsräume ermöglichen, dass die Spieler zwischen ihren Spielen sich unterhalten können. Hier können auch Reviews für Spiele angeboten werden.
(6) Ein Veranstaltungsbüro ist bei einem mittleren und großen Turnier hilfreich, bei einem kleinen Turnier fällt das mit dem Empfangsbereich zusammen.

Aufzeichnung

(1) Partien, die auf dem Turnier gespielt werden, dürfen aufgezeichnet werden.
(2) Dies kann durch optische Aufzeichnung oder durch Mitschrift (beispielsweise eines Turnier-Assistenten (TA)) erfolgen.
(3) Der Veranstalter erhält Nutzungsrechte an seinen Aufzeichnungen.

Turniersystem

Rating der Spieler
(1) Das Go-Turnier wird nach Rating ausgelost.
(2) Liegt für einen Spieler ein Rating in der EGD vor, wird dieses angesetzt.
(3) Liegt für einen Spieler kein Rating vor, darf der Spieler sein Go-Rating nach dem EGF Rating System selbst einschätzen.
(4) Ausnahmen für das Rating sind nur auf Antrag des Spielers vor Turniermeldeschluss möglich:
(a) Ist das Rating in der EGD älter als 6 Monate, darf sich der Spieler auch mit einem höheren Rating anmelden, wenn er glaubhaft versichern kann, dass und warum er stärker geworden ist.
(b) Ist das Rating in der EGD älter als 12 Monate, darf sich der Spieler um ein bis zu 8 Punkte pro Monat seit dem letzten Turnier verringertes Rating anmelden, wenn er glaubhaft macht, dass er schwächer geworden ist.
(5) Die Entscheidung über eine Veränderung des Ratings trifft der Turnierorganisator (TO), lehnt er ab, kann beim Turnierleiter (TL) ein Einspruch eingelegt werden, den dieser vor Beginn des Turniers entscheidet.
(6) Zeigt sich während des Turniers, dass ein Rating gemäß (3) oder (4) nicht zur Spielstärke passt, kann der Turnierorganisator (TO) im Einvernehmen mit dem Spieler und einem Go-Schiedsrichter (SR) dieses nach jeder Runde anpassen.
Losung
(1) Die Losung erfolgt dann nach EGD-Rating und McMahon.
(2) Starke Spieler werden zur Bestimmung des Turniersiegers einer McMahon-Spitzengruppe zugeordnet werden.
In der Spitzengruppe sind etwa doppelt so viele Spieler, wie es Runden im Turnier gibt. Diese Entscheidung trifft der Turnierleiter (TL).
(3) Spiele mit Teilnehmern aus der McMahon-Spitzengruppe werden immer ohne Vorgabe gespielt.
(4) Die Wahl der Farben geschieht durch die Losungssoftware.
(5) Jeder Spieler kann freiwillig in beliebig vielen Runden aussetzen. Werden 3 Runden an einem Tag gespielt und der Spieler hat die ersten beiden Runden ausgesetzt, so muss er auch die dritte Runde aussetzen.
(6) Aus den ortsansässigen Spieler ist mindestens ein Joker zu benennen. Bei ungerader Spielerzahl in einer Runde setzt ein Joker freiwillig aus oder der Turnierorganisator (TO) bestimmt, wer aussetzt.
Zeitplan
(1) Der Turnierleiter (TL) legt vor dem Turnier einen verbindlichen Zeitplan fest.
(2) Der Zeitplan enthält mindestens den Anmeldeschluss für jeden Tag und die Startzeiten für jede Runde.
(3) Die Runden beginnen frühestens zum dort festgelegten Zeitpunkt, über den Start der einzelnen Runden entscheidet der Turnierorganisator (TO).
(4) Zwischen 2 Turnierrunden (3 Stunden/Runde) sollen in der Planung mindestens 30 Minuten Pause sein.

Spielregeln

(1) Es gelten die japanischen Go-Regeln des Deutschen Go-Bundes e. V. in der Fassung vom 10. April 1989 oder chinesische Go-Regeln des Deutschen Go-Bundes e. V. in der Fassung von 2001, je nach Ausschreibung.
(2) Weiß erhält ein Komi von 7,5 Punkten[1], bzw. 3¾ Steine Ausgleich bei chinesischen Regeln.
(3) Bei Vorgabepartien wird mit um zwei reduzierter Vorgabe gespielt[2][3] und das Komi beträgt 0,5.
Beispiel 3 Vorgabesteine
(a) Die Vorgabesteine werden wie folgt auf das Brett gesetzt, wobei V für die Zahl der Vorgabesteine steht:
(b) V = 2: Q16, D4.
(c) V = 3: Q16, D4, Q4.
(d) V = 4: Q16, D4, Q4, D16.
(e) V = 5: Q16, D4, Q4, D16, K10.
(f) V = 6: Q16, D4, Q4, D16, Q10, D10.
(g) V = 7: Q16, D4, Q4, D16, Q10, D10, K10.
(h) V = 8: Q16, D4, Q4, D16, Q10, D10, K4, K16.
(i) V = 9: Q16, D4, Q4, D16, Q10, D10, K4, K16, K10.
(4) Im Zweifel gilt die Entscheidung des Go-Schiedsrichter (SR).
(5) Die Spielregeln sind auszuhängen.
Spielbeginn
(1) Eine Runde beginnt erst, wenn der Turnierorganisator (TO) diese offiziell startet.
(2) Beide Spieler überzeugen sich, dass die Uhr ordnungsgemäß gestellt ist und beginnen unverzüglich mit dem Spiel. Unverzüglich bedeutet innerhalb von 5 Minuten nach Rundenbeginn.
(3) Forfait ist eine Strafe bei Nichtantritt:[4]
(a) Erscheint Schwarz nicht, so startet Weiß die Uhr für Schwarz 5 Minuten nach Rundenbeginn.
(b) Erscheint Weiß nicht, so beginnt Schwarz das Spiel 5 Minuten nach Rundenbeginn.
(c) Erscheint kein Spieler so startet der Schiedsrichter die Uhr 5 Minuten nach Rundenbeginn.
(d) Ist 15 Minuten nach Spielstart ein Spieler nicht erschienen, gewinnt der erschienene Spieler durch Forfait. Der Verlierer wird verwarnt und im Wiederholungsfall vom Turnier ausgeschlossen.
(e) Sind 15 Minuten nach Spielstart beide Spieler nicht erschienen, verlieren beide Spieler als Forfait.
(4) Weiß entscheidet auf welcher Seite die Uhr steht. Kann die Uhr nur auf einer Seite des Brettes stehen, darf Weiß wählen, auf welcher Seite des Brettes Weiß sitzt.
Progressives, kanadisches Byōyomi
(1) Die Nachspielzeit kann als progressives, kanadisches Byōyomi gespielt werden, wenn dies in der Ausschreibung steht.
(2) Zum Start einer Nachspielperiode wird die Uhr angehalten, der Spieler in der Nachspielzahl zählt eine festgesetzte Zahl an Steinen aus der Dose und schließt sie. Dann wird die Uhr auf 5 Minuten eingestellt.
(3) Wenn alle Steine gespielt wurden, beginnt eine neue Nachspielperiode mit einer erhöhten Anzahl an Steinen.
(4) Wenn der Spieler nicht alle Steine spielen kann, hat er verloren.
Zeitmessung
(1) Für das Turnier gibt es in jeder Runde 60 Minuten Hauptbedenkzeit (basic time) pro Spieler.
(2) Es gibt eine Nachspielzeit in Form des progressiven, kanadischen Byōyomi (Canadian byoyomi). In jeweils 5 Minuten sind zu spielen: 20 Steine und immer 5 Steine mehr für jede weitere Nachspielperiode.
(3) Damit beträgt die regulierte Zeit entsprechender der EGF-Vorgaben (adjusted time) 75 Minuten.
(3) Es wird mit analogen und digitalen Uhren gespielt. Der Turnierorganisator (TO) teilt die Uhren den Brettern zu. Ein Anspruch auf einen bestimmten Uhrentyp gibt es nicht. Anleitungen zu den Uhren werden bereitgestellt.
(4) Beide Spieler überzeugen sich vor Beginn der Partie von der richtigen Einstellung der Uhr. Gibt es Probleme mit der Uhr soll sie direkt ausgetauscht werden.
(5) Sobald beide Spieler begonnen haben, gilt die Einstellung der Uhr zu Beginn als korrekt.
(6) Bei Ausfall der Uhr ist ein Go-Schiedsrichter (SR) oder der Turnierorganisator (TO) zu informieren und das Spiel zu unterbrechen.
(7) Der Spieler muss die Uhr mit der selben Hand drücken, mit der er seinen Stein gesetzt hat.
(8) Die Uhr darf auf Wunsch eines Spielers angehalten werden,
(a) auf Anweisung des Turnierorganisator (TO) oder eines Turnier-Assistenten (TA);
(b) wenn mehr als drei Steine vom Brett genommen werden;
(c) beim Austausch von Gefangenen;
(d) beim Abzählen der Steine für die Nachspielperiode und ggf. zu Erläuterungen des Byōyomi;
(d) wenn ein Streit zwischen den Spielern geschlichtet werden soll;
(e) beim Einlegen eines Protestes beim Turnierorganisator (TO);
(f) beim Spielende.
(9) Jeder Spieler ist dafür verantwortlich, seine Zeit zu stoppen. Vergessenes Drücken führt zu Zeitverlust, der nicht ersetzt wird.
Spielende
(1) Das Spiel endet, wenn beide Spieler in Folge passen.
(2) Beide Spieler zählen am Ende das Ergebnis gemäß der vorgegebenen Spielregeln aus.
(3) Das Spiel endet auch, wenn einem Spieler die Zeit ausgeht.
(4) Wenn ein Spieler das Ergebnis anzweifelt, entscheidet der Go-Schiedsrichter (SR) oder Turnierorganisator (TO) auf Basis eigener Zählung, der finalen Spielstellung, vorhandenen Spielaufzeichnungen und/oder Beobachtungen von Zuschauern.
(5) Nach Ende des Spiels füllen sie den Spielbericht (result sheet) aus und bringen ihn umgehend zum Turnierorganisator (TO).
(6) Die Spieler dürfen die Steine wieder in die Dosen sortieren und die Uhr stellen.

Strafen

(1) Forfait beim Spielbeginn, siehe dort.
(2) Wer das Turnier stört, kann vom Turnier ausgeschlossen werden. Ob ein Verstoß gegen diese Ordnung vorliegt entscheidet der Turnierorganisator (TO) oder ein Go-Schiedsrichter (SR).
(3) Einsprüche gegen Strafen können beim Turnierleiter (TL) eingereichte werden, der diese abschließend entscheidet.

Wertung

(1) Nach Beendigung des Turniers wird vom Turnierorganisator (TO) eine Tabelle erstellt, aus der die Platzierungen aller Teilnehmer hervorgehen.
(2) Bei Punktgleichheit werden folgende Kriterien nacheinander angewandt:
(a) Summe der Gegnerpunkte (SOS; Sum of Opponents’ Scores)
(b) Summe der Summen der Gegnerpunkte der Gegner (SOSOS; Sum of Opponents SOS)
(c) Direkter Vergleich
(3) Wenn sich nach Anwendung des Absatzes (2) mehrere Spieler einen Tabellenplatz teilen, dann teilen sie den Gewinn. Über die Tabellenplätze wird durch Los unterschieden.

Aushänge

(1) Während des Turniers soll am Empfang eine Informationstafel aufgestellt werden, auf der folgendes ausgehängt wird.
(a) Fortlaufend aktualisiert:
  1. Ergebnisse der letzten Runde
  2. Zwischenstand Wall list
(b) Turnierspezifische Aushänge
  1. Zeit- und Raumplanung
  2. Liste der Ansprechpartner mit Erreichbarkeit: (Turnierleiter (TL), Turnierorganisator (TO), Go-Schiedsrichter (SR))
  3. Deutschlandpokal-Zwischenergebnis gemäß § 5.1 Pokalordung Deutschlandpokal des DGoB
(c) Allgemeine Aushänge (aus dem Karlsruher Go-Turnierhandbuch)
  1. Diese Turnierordnung
  2. Offizielle Spielregeln
  3. Anleitungen für Uhren
  4. EGF-Rating per Rang
(2) In jedem Turnierraum, der weit vom Empfangsbereich entfernt ist, soll auch eine Informationstafel aufgestellt werden. Aus Platzgründen kann dort ein Teil der statischen Aushänge gebunden ausgelegt werden.

Meldung der Ergebnisse

(1) Die Turnierergebnisse werden zeitnah veröffentlicht. Die Ergebnisse erscheinen auf der Homepage des Turniers mit Namen, Clubort (ersatzweise Wohnort), Spielstärke und Ergebnissen.
(2) Die Ergebnisse werden an die Europäische Go-Datenbank gesendet und nach Prüfung von dieser veröffentlicht.
(3) Die Ergebnisse werden dem Deutschen Go-Bund (Fachsekretariat Turniere) zur Verfügung gestellt und von diesem veröffentlicht.
(4) Ist das Turnier Teil des Deutschlandpokals gilt zusätzlich: Die Ergebnisse werden dem Deutschen Go-Bund zur Verfügung gestellt, der das Ergebnis für die Pokalberechtigten in die Pokalwertung einträgt.[5]
(5) Weitere Durchführungshinweise gibt es im Turnierhandbuch, bei der Europäischen Go-Datenbank und den Fachsekretariaten des Deutschen Go-Bundes.

Teilnehmer

Startgeld

(1) Für die Teilnahme am Turnier wird ein Startgeld erhoben werden, das in der Ausschreibung benannt gegeben wird.
(2) Rabatte auf das Startgeld sind möglich und in der Ausschreibung zu benennen.
(3) Rabatte können an eine Voranmeldung gekoppelt werden.

Teilnahmeberechtigt

(1) Am Go-Turnier kann teilnehmen, wer glaubhaft versichert, dass er das Gospiel auf einem 19x19-Brett mit Zeitmessung nach den Regeln dieser Ordnung spielen kann.
(2) Um am Gesamtturnier teilzunehmen, muss die Registrierung vor dem Ende der Registrierungsfrist vollständig abgeschlossen sein.
(3) Ist das Turnier mehrtägig, so ist an jedem Folgetag eine Rückmeldung bis zur festgelegten Rückmeldefrist erforderlich.
(4) Für einzelne Wertungen kann es einschränkende Teilnahmebedingungen geben.
(5) Spieler können einzelne Runden aussetzen.
(6) Nach Ablauf der Registierungsfrist kann eine Nachmeldung erfolgen, jedoch frühestens zu noch nicht ausgelosten Runden.
(7) Werden jedoch an einem Tag drei Partien gespielt, ist eine Teilnahme nur für die 3. Partie nicht erlaubt.

Preise

(1) Gewinn des Turniers (1. bis 3. Platz)
(2) Optional kann es Sonderwertungen geben, die in der Ausschreibung genannt werden:
(a) eigene U19-Wertung
(b) eigene Ü50-, U15- und U11-Wertung
(c) "≥ 75% der angebotenen Partien gewonnen".[6]
Spieler mit reduziertem Rating sind von Sonderpreisen für gewonnene Spiele ausgeschlossen.
(d) eigene Wertung für Kyu-Spieler
Spieler mit reduziertem Rating werden nicht hin mitgewertet.
(SDK): Bester Spieler mit EGF-Rating unter 2050 und Rang 1. Kyu oder schwächer.
(DDK): Bester Spieler mit EGF-Rating unter 1150 und Rang 10. Kyu oder schwächer.
(e) Wertung für den Deutschlandpokal des DGoB

Datenerfassung

Aus Anlass des Turniers erhobene und verwendete Daten sowie Turnierergebnisse können gemäß den Bestimmungen der Ordnungen über die Spielwertung (EGF-Rating) ausgewertet bzw. an die auswertenden Stellen weitergegeben werden, sowie Partien, Fotos, Turnierdaten, Spielberichte und ähnliches veröffentlicht werden.

Bilder

(1) In den Turnierräumen ist während der Turnierspiele das Verwenden von Blitzen verboten.
(2) Bilder des offiziellen Fotografen
(a) Bilder von der Siegerehrung werden veröffentlicht, wer das nicht möchte, muss auf den Preis verzichten.
(b) Bilder von Spielsituationen: Ein Spieler, der sein Gesicht nicht veröffentlicht haben will, gibt das bei der Registrierung an.
(3) Private Bilder dürfen gemacht werden, bei der Veröffentlichung handelt der Fotograf selbst verantwortlich, er kann keine Einwilligung von Einzelpersonen voraussetzen.

Manieren

Das Gospiel steht für Tradition, Höflichkeit und Respekt für den Gegner. Jeder Spieler wird sich so verhalten, dass es nicht störend oder irritierend für die anderen Spieler ist.

Gespräche

Gespräche soll in den Turnierräumen auf ein Minimum begrenzt werden. Spieler, die ein Spiel nachspielen wollen, sollen dazu den Aufenthaltsraum nutzen, um die noch laufenden Spiele nicht zu stören.

Kiebitze

Das Zuschauen bei Spielen ist erlaubt. Es ist jedoch verboten, laufende Spiele zu kommentieren oder Hinweise zum Spiel zu geben, so dass die Spieler das hören können.

Der Turnierorganisator (TO) oder ein Go-Schiedsrichter (SR) kann einen Kiebitz bei Verstoß des Raumes verweisen und im Wiederholungsfall den Kiebitz vom weiteren Turnier ausschließen. Gegen den Ausschluss kann beim Turnierleiter (TL) Einspruch eingelegt werden.

Essen und Trinken

Das Essen im Turnierraum ist verboten. Getränke sind erlaubt, solange sie weder Spiel noch andere Spieler stören.

Rauchen

Das Rauchen beim Turnier ist verboten.

Sicht

Ein Spieler darf dem Gegner zu keiner Zeit die Sicht auf das Brett und alle Steine auf dem Brett, die Uhr und die Gefangenen versperren.

Pünktlichkeit

Jeder Spieler soll jeweils vor den im Zeitplan angegebenen Zeiten an den angegebenen Orten sein, um ein schönes Turnier zu unterstützen. Unpünktlichkeit beim #Spielbeginn wird bestraft.

Problemlösung

Spieler sollen Probleme untereinander versuchen selbst zu lösen. Scheitert das, können sie sich an eine der Turnierautoritäten wenden.

Täuschung

Täuschung (engl. Cheating) ist die bewusste Verletzung der Go-Regeln oder der Turnierordnung. Kein Spieler soll täuschen, Täuschungsversuche sollen direkt den Turnierautoritäten gemeldet werden.

Atari

Es ist nicht erforderlich, jedoch auch nicht verboten, dem Gegner darauf hinzu, dass Steine in Atari stehen.

Uhr

Ein Spieler muss den Gegner nicht darauf hinweisen, wen dieser vergisst, die Uhr zu betätigen. Es ist jedoch sportlich, zumindest beim ersten Mal den Gegner darauf hinzuweisen.


Fußnoten

  1. Komi 7,5 verhindert Unentschieden, wobei das selten vorkommt: Von 2013 bis 2015 gab es in Karlsruhe ein Komi von 7,0 und in den 349 gespielten Turnier-Partien gab es einmal Unentschieden (Jigo).
  2. In ungleichen Paarungen soll mit verminderter Vorgabe gespielt werden. gemäß § 6.5 Pokalordung Deutschlandpokal des DGoB
    Englisch: Handicap Adjustment
  3. Bis 4. Februar 2017 stand hier "um eins reduzierte Vorgabe
  4. Flag of Germany.svg Forfait in Wikipedia
  5. DGoB-Fachsekretariat Deutschlandpokal mit dem Hinweis auf Auslosung nach Rating gemäß § 11.5 Pokalordung Deutschlandpokal des DGoB
  6. Es zählen die Partien des Turniers, egal wie viele Partien der Teilnehmer gespielt hat.
    Bei 2 oder 3 Partien: 2 gewonnen; bei 4 Partien: 3 gewonnen, bei 5 Partien 4 gewonnen, bei 6 Partien : 5 gewonnen


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